====== Hood – Der Fährmann der Seelen ====== {{ :hood.png?200|}} **Titel:** Der Schattenfährmann, Wächter des Übergangs, Herr der Schweigenden Flüsse **Domänen:** Tod, Übergang, Dunkelheit, Schicksal **Erscheinung:** Hood ist eine mysteriöse Gottheit, deren Gestalt niemals vollständig erfasst werden kann. Er trägt eine dunkle Kutte, deren tief fallende Kapuze sein Gesicht vollständig im Schatten verbirgt. Manche behaupten, dass unter der Kapuze kein Gesicht existiert, nur eine bodenlose Dunkelheit, während andere schwören, glühende Augen oder ein flüchtiges, totenähnliches Gesicht gesehen zu haben. Seine Hände sind knochig und bleich wie der Tod selbst, doch sie sind stark genug, um das schwere Ruder seines Bootes zu führen. Er bewegt sich mit der Anmut einer unsichtbaren Macht, als ob die Schatten ihn tragen. Hood wird immer mit seinem Boot dargestellt, einer düsteren, schwarzen Barke, die auf einem endlosen, ruhigen Fluss treibt. Der Fluss, bekannt als Nachtstrom, wird von den Seelen der Verstorbenen gefüllt, die auf ihrem Weg in das Reich der Toten sind. Das Boot selbst scheint lebendig zu sein, mit Gravuren von Schädeln und Schicksalsrunen, die leise flüstern, wenn es über das Wasser gleitet. **Persönlichkeit:** Hood ist schweigsam und unnahbar. Er spricht selten, und wenn er es tut, klingen seine Worte wie das Flüstern von Wind über einem Friedhof. Er ist weder grausam noch freundlich, sondern neutral und unerschütterlich in seiner Pflicht. Sein einziger Zweck ist es, die Seelen der Verstorbenen sicher ins Reich der Toten zu bringen, und er führt diese Aufgabe mit einer beinahe mechanischen Präzision aus. Obwohl Hood keine offensichtlichen Gefühle zeigt, gibt es Legenden, die behaupten, dass er gelegentlich Mitleid mit den Seelen empfindet, die zu früh oder auf grausame Weise sterben. In seltenen Fällen hat er angeblich einer Seele die Rückkehr in die Welt der Lebenden ermöglicht, doch der Preis dafür ist immer hoch und meist unausweichlich Hood toleriert keine Störungen oder Respektlosigkeit gegenüber dem Tod. Jene, die versuchen, die Reise ins Reich der Toten zu umgehen, ziehen seinen Zorn auf sich und werden verflucht, für immer zwischen den Welten zu wandeln. **Beziehungen:** Hood steht außerhalb der üblichen Götterkonflikte und pflegt keine engen Beziehungen zu den anderen Gottheiten. Viele sehen ihn als unvermeidlichen Begleiter, respektieren ihn aber aus der Ferne. Selbst mächtige Götter wie Ashur oder Ishtar wagen es nicht, Hoods Arbeit zu stören, da er der Hüter des endgültigen Gleichgewichts ist. Sein Fluss, der Nachtstrom, ist das Tor zwischen den Welten, und keiner – weder Götter noch Sterbliche – kann das Jenseits ohne seine Zustimmung betreten. Manche sagen, dass sogar die unsterblichen Seelen der Götter am Ende ihrer Existenz von Hood über den Nachtstrom geführt werden. **Kulte und Verehrung:** Hood wird von Sterblichen oft mit einer Mischung aus Furcht und Ehrfurcht verehrt. Sein Kult ist still und bescheiden, denn er verlangt keine großen Tempel oder prunkvollen Rituale. Stattdessen gibt es kleine, unauffällige Schreine an Flüssen, Seen und anderen Gewässern, die als Tore zum Nachtstrom gelten. Opfergaben für Hood bestehen meist aus Münzen oder kleinen, symbolischen Gegenständen, die als Bezahlung für die Überfahrt dienen sollen. Sterbende oder Trauernde rufen oft Hoods Namen an, um sicherzustellen, dass die Seelen der Verstorbenen sicher ins Jenseits gelangen. Manche Kultisten, die sich ihm verschrieben haben, fungieren als Totengräber, Priester oder Mystiker, die Rituale durchführen, um den Übergang der Toten zu erleichtern. **Symbol:** Hoods Symbol ist ein schwarzes Boot, umgeben von Wellen, oft begleitet von einem Schleier oder einer Kapuze, die die Geheimnisse des Todes symbolisiert. Anhänger tragen manchmal kleine Anhänger in Form eines Ruders oder einer Münze, um ihre Verehrung zu zeigen. **Legenden:** Die Erschaffung des Nachtstroms: Es wird erzählt, dass Hood aus dem ersten Schatten entstand, der die Welt bei der Erschaffung der Sonne warf. Als die ersten Sterblichen starben, irrten ihre Seelen ziellos umher, bis Hood den Nachtstrom erschuf, einen endlosen Fluss, der die Seelen in das Reich der Toten bringt. Das Schweigende Urteil: Eine berühmte Legende erzählt von einem mächtigen König, der Hoods Boot bestieg und versuchte, ihn mit Gold und Macht zu bestechen, um in die Welt der Lebenden zurückzukehren. Hood sagte kein Wort, doch als der König sein Boot erreichte, wurde er in den Fluss gezogen, seine Seele für immer verflucht, im Nachtstrom zu treiben. Der Wanderer der Lebenden: Eine seltene Geschichte handelt von einem Sterblichen, der Hoods Boot bestieg, um seine geliebte Seele zu retten. Der Sterbliche überzeugte Hood, ihn zu begleiten, doch im Austausch musste er versprechen, dass sein eigener Name niemals im Reich der Lebenden gesprochen werden würde. Der Wanderer kehrte zurück, doch sein Opfer machte ihn unsterblich und zum ewigen Helfer Hoods.