Ishtar – Göttin der Jagd und des Tötens

Titel: Die Blutige Jägerin, Herrin des Fangstoßes, Mondklaue

Domänen: Tod, Jagd, Zerstörung

Erscheinung:
Ishtar wird als eine wilde, tödliche Schönheit dargestellt, deren Präsenz sowohl Furcht als auch Ehrfurcht einflößt. Sie hat langes, braunes Haar, das wie Schatten fließt, und Augen, die in einem schimmernden Rot glühen, wie die untergehende Sonne oder frisches Blut. Ihr schlanker, muskulöser Körper ist in eine Rüstung aus geschwärztem Leder und Knochen gehüllt, die mit blutroten Runen verziert ist. Sie trägt die Klinge Blutfang, einen gezackten Speer, der die Seelen der Getöteten in sich aufnimmt. Ein Halbmond-Symbol prangt auf ihrer Stirn, als Zeichen ihres Einflusses in der Dunkelheit, wenn die Jagd am stärksten ist.

Persönlichkeit:
Ishtar ist leidenschaftlich, unnachgiebig und wild. Sie lebt für den Nervenkitzel der Jagd und hat eine Vorliebe für das Adrenalin, das durch das Verfolgen und Bezwingen von Beute entsteht. Obwohl sie grausam wirken mag, sieht sie die Jagd als natürlichen Teil des Lebenszyklus – sie tötet nicht wahllos, sondern mit einem Zweck. Ishtar ist eine Verfechterin des Überlebens der Stärksten, wobei sie Schwäche verachtet. Dennoch empfindet sie tiefe Loyalität zu Ashur, auch wenn sie oft über seine kompromisslosen Gesetze spottet.

Beziehungen:
Ishtar ist die Ehefrau von Ashur, dem Gott der Sonne und des Gesetzes. Ihre Beziehung ist eine komplizierte Mischung aus Respekt und Konflikt: Während Ashur für Ordnung und Gerechtigkeit steht, ist Ishtar die Verkörperung des ungezähmten Chaos der Natur. Dennoch ergänzt sich ihre Verbindung – Ishtar sieht sich selbst als diejenige, die durch das Töten Ordnung schafft, undAshurerkennt, dass manchmal Blutvergießen notwendig ist, um den Frieden zu wahren. Ihre Streitereien sind legendär, doch ihre Liebe ist ebenso leidenschaftlich wie ihr Wesen.

Kulte und Verehrung:
Ishtars Anhänger sind oft Jäger, Assassinen, und Krieger, die ihre Fähigkeiten im Töten perfektionieren. Sie wird auch von denen verehrt, die sich nach Rache sehnen oder durch die Jagd ihren Lebensunterhalt bestreiten. Ihre Tempel sind düstere, versteckte Orte, oft in Wäldern oder Höhlen, und ihre Altäre sind mit Tierknochen und Blut geschmückt.

Rituale zu ihren Ehren werden bei Neumond abgehalten, wenn die Dunkelheit die Jägerin schützt. Ihre Priester tragen schwarze Gewänder, oft mit roten Akzenten, und ihr Symbol ist ein Halbmond mit einer Blutspur, die in eine Speerspitze übergeht.

Legenden:
Eine berühmte Geschichte erzählt, wie Ishtar die Kreatur Ragnor, ein unbesiegbares Schattenbiest, jagte. Es heißt, dass sie sieben Tage und Nächte durch endlose Wälder rannte, bis sie es schließlich mit ihrem Speer durchbohrte und seine Essenz in Blutfang bannte.

Eine weitere Legende berichtet von Ishtars Schöpfung des Blutmonds, als sie in einem Anfall von Wut und Triumph nach einer Schlacht so viele ihrer Gegner erschlug, dass der Mond sich für eine Nacht rot färbte. Seitdem wird dieser Mond als Zeichen ihrer Anwesenheit und ihres Zorns angesehen.

In einer anderen Legende wird erzählt, dass Ishtar, in einem Anfall von Wut über Ashurs sture Gesetze, einen ganzen Stamm vernichtete, der sie beleidigt hatte. Ashur war erzürnt, doch Ishtar argumentierte, dass ihre Handlungen die Ordnung wiederhergestellt hätten, indem sie eine Schwäche auslöschte. Seitdem haben die beiden einen unausgesprochenen Pakt: Ishtar bringt das Chaos, das notwendig ist, damit Ashur die Welt wieder ins Gleichgewicht bringen kann.

Aspekt der Dualität mit Ashur:
Während Ashur für die Ordnung steht, repräsentiert Ishtar das Chaos des Überlebens. Zusammen bilden sie ein göttliches Gleichgewicht: Er bringt Struktur, während sie den freien Willen und die Unvorhersehbarkeit des Lebens verkörpert. Ihre gemeinsame Dynamik sorgt dafür, dass die Welt weder in absolutes Chaos noch in erstickende Ordnung verfällt.

Erscheinung im Pantheon:
Ishtar steht für die dunkle Seite der natürlichen Ordnung, den notwendigen Tod, der Leben erst möglich macht. Ihre Gläubigen betrachten sie sowohl mit Angst als auch mit Hingabe, denn ihre Gunst bringt sowohl Schutz als auch Zerstörung. Sie ist die Göttin, die zuschlägt, wenn man es am wenigsten erwartet – und niemals verfehlt.

Zusammenfassung

Ishtar – Göttin der Jagd und des Tötens