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In der alten Welt

Ratlosigkeit macht sich breit. Mit fallendem Adrenalinspiegel spüren auch alle, wie zerschlagen sie sich nach dem Kampf fühlen und dass sie dringend eine Rast brauchen. Alle außer Björn, der ausgeruht erwacht und Runa, die wie immer Hummeln im Hintern hat. Als Lynn ihr von den Inschriften berichtet, bricht sie auf, diese genauer in Augenschein zu nehmen.

Nach der Rast sind alle wieder bei Kräften. Runa kehrt zurück, hat aber keine neuen Informationen. Zwar konnte sie die Schrift lesen. Doch es waren nur Hinweise auf Geschäfte und Tavernen, wie man sie in jeder beliebigen Stadt finden kann. Runas Blick richtet sich auf den See. Das dunkle Wasser lockt mit unheimlicher Faszination. Allen Warnungen zum Trotz angesichts dessen, was Björn widerfahren ist, geht sie auf das Wasser zu. Sie gibt ihrem Impuls nach und noch bevor irgendjemand sie aufhalten kann, stippst sie mit einem Finger in das dunkle Wasser – im selben Augenblick ist sie verschwunden. Fassungslos starren die anderen auf das leere Ufer.

Runa richtet sich auf, sieht den Himmel über sich, einen großen blauen Mann, der aus dem See auftaucht, hört Stimmen um sich herum. Sie wendet sich um. Vor ihr steht die Gruppe, mitten in der Bewegung erstarrt, bar jeder Regung. Dahinter eine intakte, blühende Stadt. Runa sieht sich kurz um, dann tritt sie zu Lynn und tippt diese zögerlich an. Lynn schnappt überrascht nach Luft und will wissen, was das hier ist. Erstaunt sieht sie dem blauen Mann nach, der gerade aus dem See steigt. Die meisten anderen hier sehen gewöhnlich aus und gehen ihrem Tagewerk nach. Niemand nimmt Notiz von ihnen. Mit Ausnahme von Wonder Woman in einiger Entfernung und dem Mann mit dem Kopf eines Keilers, mit dem sie kurz darauf spricht. Die beiden haben anscheinend ein Auge auf die Gruppe. Runa interessiert sich inzwischen nicht mehr für die Umgebung, betätigt sich in experimenteller Kunst (oder sind es physikalische Experimenten?) und beginnt Steine auf Björns Kopf zu stapeln. Nach und nach holt sie schließlich alle anderen herüber.

Die erste Überraschung ist schnell verflogen und man begibt sich gemeinsam in die Stadt. Die Bewohner scheinen nicht unfreundlich, allerdings sind die Sitten und Gepflogenheiten zum Teil sehr merkwürdig. Es gibt eine große Bibliothek, doch Bücher dürfen weder entliehen, noch in die Hand genommen werden. Satt dessen werden sie einem hier vorgelesen. Björn möchte etwas besticken lassen, doch als er die Arbeit in Auftrag gibt, muss er erfahren, dass Gold hier von geringem Wert ist. Glücklicherweise findet sich bald eine Wechselstube. Doch die Ernüchterung ist groß, denn der Wechselkurs für die einheimische Währung ist horrend. Runa hat mehr Glück. Sie bietet ein Buch an, für das sie einen guten Preis aushandeln kann. Damit ist die das Finanzielle in dieser merkwürdigen Stadt erstmal geregelt.

Die Stadt erweist sich als heiliger Ort, der Wohnsitz der Götter, wovon zahlreiche Tempel im Stadtgebiet künden. Auf ihrer Tour entdecken sie auch einen Tempel des Hood, den sie betreten. Leider wird der anwesende Gott angesprochen wie ein alter Bekannter, obwohl man sich erst in der Zukunft begegnen wird. Und ein Erklärungsversuch erweist sich als folgenschwerer Fehler. Die Gruppe wird unter Arrest gestellt und abgeführt – einschließlich Albrechts, der eigentlich Kontakt zu den Stadttauben suchte und zufällig ihren Weg kreuzt. Mitgefangen – mitgehangen. Die Götter versammeln sich, um Gericht zu halten. Hier begegnet man Ishtar (Wonderwoman) und dem Keiler-gesichtigem Archer wieder. Ashnar, der Goldene , hat den Vorsitz. Die Verteidigungsrede der Gruppe erwähnt leider ebenfalls Ereignisse der Zukunft (den Hinweis auf den künftigen Verlust der Götter könnte man möglicherweise auch als etwas undiplomatisch bezeichnen). Es kommt, wie es kommen muss. Die Beratung der Götter ist kurz, dass Urteil einstimmig und Ashnar verurteilt alle zur Auslöschung. Nach den üblichen letzten Worten wird einer nach dem anderen , beginnend mit Björn, ausgelöscht und nur noch kleine Aschehäufchen bleiben als Indiz ihrer nunmehr Nicht-Existenz zurück.

Björn kommt in der Ruinenstadt zu sich. Allein, mit schmerzendem Kopf und leicht desorientiert (so eine Auslöschung geht nicht spurlos vorbei) begibt er sich an Bord und haut sich sofort in seine Hängematte, da er denkt, bei dem Erlebten handelt sich um einen krassen Trip, ausgelöst von zu viel Psilocybin aus Baptists Experimentalküche. Nach und nach finden sich auch alle anderen in der Ruinenstadt wieder und kehren leicht traumatisiert zurück an Bord.

Runa ist stinkesauer auf Björn und reißt ihn aus seinem Schlaf, um ihn zur Rede zu stellen. Sie fühlt sich im Stich gelassen, sei es, dass er nicht auf die anderen gewartet hat oder sie in irgendeiner anderen Form unterstützt hat. Es kommt unter Deck zu einer handfesten Auseinandersetzung, Dinge fliegen durch die Luft, ein Schmerzensschrei ertönt. Auch als sich die Gemüter beruhigt haben, schafft Runa es nicht, Björn zu überzeugen, dass sie das alles gerade wirklich erlebt haben.

Der Schmerzensschrei stammte von einem unsichtbaren, versehentlich getroffenem Gartenzwerg, denn leider ist das Schiff während der kurzen Abwesenheit vergnomt. Die Gartenzwerge, die eine nicht unbeträchtliche, bislang verborgene Ansiedlung in der Höhle haben, beanspruchen jetzt das Schiff als ihr zu Hause. Nach einigem Hin und Her einigt man sich auf einen Vertrag, der ein Miteinander auf dem Schiff garantieren soll.

Zwischenzeitlich ist auch der Eingang zum unterirdischen Fluss wieder zu sehen, so dass man sich entschließt, zu prüfen, ob die schwimmende Festung vor der Höhle Stellung bezogen hat oder möglicherweise der Weg zurück frei ist.

Als sich das Schiff dem Ausgang der Höhle nähert, müssen sie jedoch feststellen, dass draußen immer noch eine Nebelwand vorhanden ist. Damit gibt es weiterhin keine Fluchtmöglichkeit in dieser Richtung. Ausgerechnet in dieser Situation formt sich ein feuriges Portal an Deck. Heraus treten drei Elitekrieger des Bettlerkönigs, dicht gefolgt von einem Schatten. Sofort entbrennt ein Kampf. Natürlich sind die Schiffsgartenzwerge beim Anblick der Krieger sofort unsichtbar geworden und von Bord gesprungen. Vaelis, Björn, Runa und Alfred attackieren entschlossen die Elitekrieger, während Lynn versucht, den Schattenmagier auszuschalten. Leider nimmt dieser ihr mit einem Schattenzauber die Sicht und setzt sie damit matt. Mit Müh und Not, aber zu allem entschlossen kämpfen die anderen die feindlichen Krieger Mann um Mann nieder, müssen dabei aber selbst einiges einstecken. Am härtesten trifft es Albrecht, der zu Boden geht. Als der letzte Krieger fällt, entschwindet der Schatten durch das Flammentor. Alle sind angeschlagen, Albrecht erliegt noch an Deck seinen Verletzungen. Da der Weg nach draußen versperrt ist, bleibt nur der Rückzug zum Höhlensee. Es wird erneut an der Ruinenstadt angelegt.


(RIP Albrecht – Wir werden Dich, Dein Nashorn und die Orgelattacke, nie vergessen)

alte_welt.txt · Zuletzt geändert: von andrea