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Tod im Spukhaus

Björn, Ingimarr und Lynn wollen in der Stadt der Türme eine Zirkusvorstellung besuchen. Auf dem Weg dorthin bleiben sie in einer Menschenmenge von Schaulustigen stecken. Wachleute haben einen Turm abgesperrt. Die, die herauskommen, sehen arg mitgenommen und grün im Gesicht aus. Man hört ein Kommando „Ihr könnt ihn jetzt abtransportieren“ und dann treten 5 Mann mit je einem Sack aus dem Haus und marschieren ab. Die Menge vor dem Haus wird zunehmend unruhiger und der Anführer sieht sich zu einer Erklärung gedrängt. Es handle sich um einen Selbstmord – kein Grund zur Beunruhigung. Der Tatort ist abgesperrt, die Wachen ziehen ab und auch die Menge zerstreut sich. Björn, Ingimarr und Lynn wollen auch schon weitergehen, da vernehmen sie schwache Hilferufe. Sie lokalisieren deren Ursprung in der Kanalisation unter dem gesperrten Turm. Eine Person, verängstigt und desorientiert, scheint verfolgt/bedroht zu werden.

Die Drei entschließen sich, zu helfen. Da in den Tatort einzubrechen unklug erscheint, soll es durch die Kanalisation gehen. Sie holen schnell noch Ausrüstung vom Schiff. Unterwegs ist ihnen in einer ruhigen, schattigen Seitengasse ein Zugang zur Kanalisation aufgefallen. Es dunkelt bereits und sie können sich ungesehen nach unten in die Kanalisation begeben. Björn führt sie durch die Tunnel in Richtung Tatort. An einem größeren, runden Sammelbecken mit 5 Abzweigungen verharren sie kurz, um sich zu orientieren. Von der gegenüberliegenden Seite des Beckens steuert ein großes Krokodil  auf sie zu, dass sich schon auf sein 3-Gänge-Menü freut. Es beißt sich an Björn die Zähne aus und verliert letztendlich sein Leben. Der Kampf hat jedoch zu einem leichten Orientierungsverlust bei Björn und Lynn geführt und Ingimarr hat seine Müh und Not die beiden in die richtige Richtung zu lotsen.

Unter dem gesuchten Turm angekommen, stellen sie fest, dass der Hilferuf doch nicht aus der Kanalisation, sondern aus dem Turm selbst kommt. Einziger Zugang: ein Abflussschacht. Erst annähernd waagerecht, geht es am Ende senkrecht in die Höhe. Lynn klettert Stück für Stück hoch, zwängt sich durch die Öffnung. Sie zieht erst Ingimarr mit einem Seil hoch, dann helfen sie gemeinsam Björn durch den Schacht. Sie treten aus dem Abort auf einen dunklen Flur. Rechts liegt der Eingang, von links vernimmt man die Hilferufe. Diesen folgend gelangen sie in die Küche. Hier sieht es aus wie auf einem Schlachtfeld. Eine faustgroße Kugel zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Ingimarr erkennt eine Kugel der Erinnerung und startet die Aufzeichnung. Fassungslos sehen sie zu, wie der Turmbewohner eine weiter hinten liegende Treppe runter hetzt, wirres Zeug murmelnd in die Küche rennt, sich ein Hackbeil schnappt und sein blutiges Werk beginnt, in dessen Folge er verstirbt. Selbstmord-Theorie bestätigt. Die Kugel, Quelle der Hilferufe, wird für die Tatortermittler zurückgelassen. Doch was trieb den Mann dazu?

Björn, Ingimarr und Lynn untersuchen noch die anderen Räume des Turms. Einzig das Studierzimmer liefert Indizien. Björn fällt ein Geruch auf: ein Mischung aus Weihrauch und Dämonenschwefel. Der Turmherr hatte anscheinend ein Faible für Magie, auch wenn er nicht im Gebiet der Adligen lebte, denn er besaß eine kleine Bibliothek mit einschlägiger Literatur. Sein Tagebuch offenbart, dass er sich zuletzt  mit einem Experiment beschäftigt hat, zunehmend unter Paranoia litt, Stimmen hörte. Außerdem findet sich auf dem Schreibtisch ein geöffneter Brief, der aber nichts außer einem weißen Pulver zu enthalten scheint. Für spätere Untersuchungen füllt Lynn das Pulver in eine Phiole. Ingimarr steckt ein paar Bücher ein und Björn nimm Tinte mit. Beim Verlassen des Turms hat es den Anschein, dass jemand in der Zwischenzeit das Gebäude betreten hat. Der ursprüngliche Weg scheint versperrt, daher verlassen sie den Turm durch die Eingangstür. Aufatmend stellen sie fest, dass es wohl keine Wache war.

Draußen auf der Gasse bietet sich ein seltsames Bild: Überall auf den Dächern Raben und noch mehr Raben. Worauf warten sie? Eine ausgiebige Mahlzeit? Da erklingt der Singsang „Wir kriegen euch, wir kriegen euch, wir kriegen euch,…“ Die Worte stammen von zwei Jungen weiter die Straße runter. Ingi irritiert die Jungs mit der Frage, was denn dann passiert. Worauf sie keine Antwort wissen. Es wird nur klar, dass irgendjemand/irgendetwas den Jungs aufgetragen hat, ihr Sprüchlein aufzusagen. Ein sinnvolles Gespräch ist nicht möglich, so geht es erstmal zurück zu Bernadettes Herberge. Verfolgt vom Singsang und den starrenden Blicken schweigender Raben ringsum auf allen Turmdächern.

Im Eingang der Herberge steht ein finster wirkender Mann, der die Drei nicht reinlassen will, weil sie etwas „mitbringen“. Björn beginnt eine Diskussion, da schaut der Mann über Björns Schulter und weicht zurück, im Begriff die Tür zu verschließen. Björn stemmt sich dagegen, wird dabei verletzt. Lynn dreht sich um, schaut in die Blickrichtung des Mannes und sieht eine düstere Spukgestalt die Gasse heranschweben. Da die Eingangstür verschlossen ist, zieht sie Björn hinter das Haus zur Küchentür.

Ingimarr jedoch möchte ein Gespräch mit dem Spuk beginnen. Dieser erweist sich als ziemlich unkommunikativ und Ingi flüchtet sich in den Schankraum. Damit gerät er ins Visier des finsteren Mannes, der ihn ausschaltet.

Björn und Lynn gelangen ohne Probleme in die Küche. Aus dem Schankraum hört man Gepolter. Björn eilt vom Lärm alarmiert in die Schankstube, sieht Ingi am Boden und will einschreiten. Erneut bricht eine hitzige Diskussion los. Lynn ist für Frühstück und Reden und letztendlich sitzen alle am Tisch. Es zeigt sich, dass der Mann, Harald, Bernadettes Ehegatte und von Beruf Geisterjäger ist. Er will keinen Spuk in seine Taverne gelockt bekommen aber ebenso wenig will er, dass ihm sein Kopfgeld für die erfolgreiche Beseitigung desgleichen entgeht. Er erweist sich zumindest dahingehend als hilfreich, dass er erkennt, dass der Ursprung der merkwürdigen Vorkommnisse in dem weißen Pulver liegt: Knochenasche, die ordentlich in Erde bestattet werden muss. Im Stadtpark könnte das Vergraben verfluchter Asche möglicherweise zu Erklärungsnöten führen, deswegen besser außerhalb.

Bernadettes Mann kann mit einer Wegbeschreibung weiterhelfen, wie man am schnellsten vor die Stadt gelangt. So geht es früh morgens durch stille Gassen und über menschenleeren Plätze, begleitet von Harald, der sich nicht anheuern ließ, sich aber auch kein Kopfgeld entgehen lassen möchte. Auf den Dächern weiterhin die schweigenden Raben, immer wieder hallt der Singsang in den Ohren. Auf einem Platz werden sie von einer Geisterschar umzingelt, lauernd in den Schatten aller Gassen, die vom Platz führen. Die Drei machen sich für einen Angriff bereit. Wo ist Harald???!!! Die Geister greifen jedoch nicht an und so setzen sie vorsichtig den Weg fort. Als die Drei das Stadttor erreichen, fragt die Wache dort nach dem Anliegen. Man outet sich als Landeier, die dringend mal raus aus der Stadt ins Grüne müssen. Es folgt der Hinweis, man soll zurück sein, ehe die Glocke läutet und die Stadttore schließen. Leider gibt es keine exakte Zeit, wann dies geschieht, was ungemein hilfreich ist.

Das Vergraben der Asche in unmittelbarer Nähe des Tores ist nicht möglich, ohne den auf der Stadtmauer patrouillierenden Posten aufzufallen. So begibt man sich bis an den Anfang eines Wäldchens in größerer Entfernung, hebt eine kleine Grube aus. Björn wirkt mittels seiner Magie eine passende Zeremonie. Die Asche wird in die Erde gebettet, ein Samen aus dem heiligen Hain der Druiden gepflanzt. Erledigt.

Die letzten Meter auf dem Rückweg werden im Spurt zurückgelegt, denn es hat den Anschein, dass gleich die Glocke geläutet wird. Die Stadtwachen erweisen sich erneut als Hindernis, denn zunächst muss eine Bestandsaufnahme der mitgeführten Gegenstände erstellt werden, um ordnungsgemäß die Einfuhrsteuer zu ermitteln – und natürlich zu bezahlen. Auf dem Heimweg schauen sie noch der Darbietung der Artisten auf dem Marktplatz zu und kehren danach zur Herberge zurück. Holger sitzt im Schankraum und ist so zufrieden mit seinem Geschäftsabschluss, dass er 100 Goldstücke springen lässt.  

PS: Lynn möchte immer noch das erlegte Kroko bergen. Vielleicht kennt Runa einen temporären Schrumpfungszauber?

spukhaus.txt · Zuletzt geändert: von andrea