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Die Stadt der Türme - Mirella

Triggerwarnung: Gewalt

Die Gruppe beschließt, noch ein paar Kleinigkeiten für die anstehende Reise zu besorgen, v.a. eine detailliertere Karte des Sees. Kasak erkundigt sich bei der Besatzung der Regenbogeneinhorn, einem Schiff, das in der Nähe vor Anker liegt, wo man in der Stadt der Türme gute Seekarten erwerben kann. Doch die Besatzung lehnt es ab, Auskünfte zu geben, da sie die Gruppe mit ihrem Schiff als Konkurrenz für ihre Geschäfte sieht.

Daraufhin sucht die Gruppe eine Kneipe im Hafen auf. Die ältliche Schankmagd kommt an den Tisch und man bestellt Bier. Es wird offensichtlich, dass die gute Dame ein Auge auf Björn geworfen hat. Die Hafenkneipe ist gut besucht, mit entsprechendem Lautstärkepegel. So ist es schwierig, Informationen aufzuschnappen. Trotzdem kann man den Gesprächsfetzen entnehmen, dass es Unruhen in der Unterstadt gibt, anscheinend mehr als gewöhnlich. Die Stadtmiliz sucht jemanden, den sie fassen möchte, bevor er sich aus dem Staub macht. Bei der zweiten Runde fragt Björn (der ein deutlich besseres Bier als der Rest bekommt) bei Bedienung nach, wo man Seekarten kaufen kann. Zwar bekommt er keine direkte Information hierzu, aber ihm entgeht nicht der Blick, den sie aus dem Fenster wirft. Auf der anderen Seite des Platzes befindet sich ein Laden für Schiffszubehör.

So begibt man sich in den Laden gegenüber und schaut sich um. Verschiedene Gerätschaften und Material werden eingekauft und mit dem Ladenbesitzer wird über die vorhandenen Seekarten gesprochen. Es gibt verschiedenste in unterschiedlicher Qualität. Allen gemein ist jedoch, dass die Karten nur die ufernahen Gegebenheiten eingezeichnet haben. Was die Seemitte betrifft, so finden sich auf manchen Karten Drachen, die dort eingetragen sind, auf anderen eine Insel. Anscheinend weiß niemand genau, was sich im Zentrum befindet. Nur Gerüchte. Der Händler berichtet von Seemonstern, aber auch hier gibt es keinerlei konkrete Informationen. Und überall könne man auf Piraten treffen.

Die Gruppe verlässt den Laden mit ihren Käufen, als Len, ein kleiner Junge, auf Ingimarr zutritt, ihm einen Zettel von seiner Mutter zusteckt und ohne jeden weiteren Kommentar wieder verschwindet. Der Brief ist mit M unterzeichnet und bittet darum, dass man sich heute bei Dämmerungsbeginn bei der dritten Laterne in der Graulingsgasse trifft. Der Schreiber ist Ingimarr angeblich bekannt, aber dieser hat keine Idee, um wen es sich bei M handeln könnte. Was Ingimarr allerdings sagen kann, ist, dass die Graulingsgasse im Randgebiet zur verrufenen Unterstadt liegt.

Inzwischen ist es Mittag geworden und so begeben sich alle mit knurrendem Magen zurück an Bord. Baptist hat einen leckeren Eintopf mit Fleisch gekocht, das nach Hühnchen schmeckt, ohne Hühnchen zu sein. Das Fleisch hat er in der Früh von einem Händler gekauft und Lynn verabschiedet sich endgültig von ihrem Plan mit dem floating crocodile. Gesättigt entscheidet man sich, abends zu dem Treffen zu gehen, aber vorab, bei Tageslicht, den Ort schon mal in Augenschein zu nehmen.

Bei der dritten Laterne gibt es einen Eingang zu einem Hinterhof, den sie sich ansehen: Ein alter, heruntergekommener Handwerkerhof. Keine weiteren Ausgänge oder Versteckmöglichkeiten. Diese Sackgasse gleicht einer Mausefalle. Trotzdem entscheidet man sich zur genannten Zeit zurückzukehren, um zu erfahren, wer um dieses Treffen gebeten hat.

Zur verabredeten Zeit treffen sie wieder vor Ort ein. Sie verteilen sich im Hof, Hofeingang und Vaelis bleibt ein Stück in der Graulingsgasse zurück. Bei Eintritt der Dämmerung nähern sich vier Gestalten mit langen Umhängen, die Gesichter unter tiefgezogenen Kapuzen verborgen. Beim Betreten des Hofes nimmt eine Gestalt ihre Kapuze runter und stellt sich als Mirella, begleitet von ihren Leibwächtern, vor. Sie ist Ingimarr tatsächlich noch aus Studienzeiten bekannt. Mirella geht aufgrund von Beobachtungen davon aus, dass die Gruppe nicht auf Seiten des Magistrats steht und sie ihnen vertrauen kann. Ihr Anliegen ist, die Stadt schnellst möglich zu verlassen, da sie und einige Gefährten vom Magistrat der Ketzerei beschuldigt werden. Sie will eine Passage für 20 Personen aushandeln.

Auf einmal fühlen Vaelis und Ingimarr ein Kribbeln auf der Haut. Magie baut sich um sie herum auf. Vaelis sieht von dem einen Ende der Gasse Nebel heranwallen. Sie informiert die anderen darüber. Zeitgleich lässt sich das Geräusch marschierender Schritte vernehmen. Es scheint aus allen Richtungen zu kommen, außer der Richtung der vernebelten Gasse. Die Wächter um Mirella wittern Verrat, ziehen sie aus dem Hof heraus. Einer ihrer Leibwächter will noch Björn angreifen, der ihn jedoch überzeugen kann, dass die Gruppe keinerlei Veranlassung hat, den Gesuchten eine Falle zu stellen. Mirella und ihre Mitstreiter fliehen in Richtung Nebel, die Gruppe schließt sich ihnen an. Da die angeblichen Ketzer im Untergrund agieren, werden sie wissen, wie man den Häschern entgehen kann.

Die Gruppe taucht in den Nebel ein, verfolgt vom Klang der näher kommenden Stiefeltritte. Mirella führt sie immer tiefer in das Gewirr der verwinkelten Gassen und Gässchen und schon nach kurzer Zeit haben alle jegliche Orientierung verloren. Auf einmal ein Schrei,: „Mich kriegt ihr nicht!“ Ein gleißender Feuerball erleuchtet die Türme hinter ihnen, ein ohrenbetäubender Knall hallt durch die Gassen, gefolgt von einem Rauchpilz, der sich in den Nachthimmel wölbt. In der nachfolgenden Stille sind keine verfolgenden Schritte mehr zu vernehmen. Man hastet weiter durch die dunklen Gassen, bis Mirella vor einem Haus Halt macht. Auf ein kompliziertes Klopfzeichen hin öffnet sich die Tür und Einlass wird gewährt.

Im Unterschlupf der Untergrundbewegung werden weitere Einzelheiten des Fluchtplans besprochen. 20 Personen auf dem Schiff aus der Stadt schleusen - das ist viel, aber es sollte gerade noch so gehen. Mirella hat die Möglichkeit, die Personen ungesehen an Bord zu bringen. Bleibt das Problem, aus dem Hafen zu gelangen – ohne Durchsuchung. Die besten Chancen dafür bestehen nachts, wenn nicht patrouilliert wird. Dann noch die anti-magische Barriere im Hafenbecken umgehen.

Mirella berichtet, was über die anti-magische Barriere im Hafen bekannt ist: Ein Runenstein steuert diesen Schutz des Hafenbeckens. Er befindet sich in einem Raum im zweiten Stock im Gebäudes des Hafenmeisters und wird sowohl von Wachen als auch durch einen Schutzkreis der Verteidigung geschützt. Um den anti-magischen Schutz des Hafen auszuschalten, muss der Runenstein entweder deaktiviert oder zerstört werden. Außerdem sind im Gebäude des Hafenmeisters die Wachstube im Erdgeschoss und im ersten Stock die Unterkünfte der Hafenwache untergebracht.

Während der Besprechung kommt die Meldung, dass die Stadtmiliz erneut im Anmarsch ist. Das Versteck scheint aufgeflogen. Uneinigkeit innerhalb der Gruppe, wie man reagieren soll, lässt kostbare Minuten verstreichen. Schließlich sind die Wachen so nah, dass man nicht mehr ungesehen aus dem Turm schlüpfen kann.
Mirella und ihre Leibwache verbergen sich. Die Gruppe zieht sich die Treppe hoch in den ersten Stock zurück, durch die Enge bedingt einer hinter dem anderen. Björn sichert nach hinten. Die Eingangstür fliegt aus den Angeln. Draußen mindestens sechs Kämpfer der Stadtwache. Zwei von ihnen drängen herein und setzen direkt der Gruppe nach. Vaelis und Lynn erreichen ein rückseitiges Fenster im ersten Stock, springen aus dem Turm und rennen um den Block herum zur Vorderseite des Turms. Björn erschlägt den ersten Angreifer mit seinem Schild. Die nachfolgende Schwertkämpferin muss dem treppabstürzenden Kollegen ausweichen. Doch ein Blitzschlag knockt nun Björn aus. Vaelis und Lynn biegen gerade in dem Moment um die Ecke, um mitanzusehen, wie Toma (einer von Mirellas Leibwache) mit einem Urschrei durch die Turmwand bricht und sich auf den nächstbesten Gegner stürzt. Vaelis schleudert Feuerbälle auf die weiter hinten stehenden Kämpfer. Noch einen kurzen Moment, dann ist das Scharmützel mit der Stadtmiliz vorüber. In Sichtweite steht kein Gegner mehr auf den Beinen. Bevor Verstärkung kommt, rappeln sich alle auf und fliehen angeschlagen, wie sie sind, tiefer in die Unterstadt.

Mirella hat nun kein weiteres Versteck und so hofft man, in der Unterstadt einen geeigneten Ort zu finden. Sie hasten durch dunkle, enge Gassen. Eilen vorbei an nicht vertrauenswürdigen Gestalten. Plötzlich spürt Vaelis eine Bewegung an ihrem Geldbeutel. Sie greift zu und erwischt einen kleinen Straßenjungen, eben im Begriff, den Beutel abzuschneiden. Sie verhindert den Diebstahl und stößt den kleinen Jungen weg. Dieser taucht rasch unter und ist nicht mehr zu sehen. Er könnte ein Kinderdieb sein, der zur Flinkfingerbande gehört (eine Diebesbande, die ihr Unwesen in der Unterstadt treibt und Straßenkinder zwingt, auf Raubzug zu gehen).

Nachdem der Diebstahl vereitelt ist, geht es weiter. Die Gegend wird immer heruntergekommener, da entdecken sie ein verlassen wirkendes, zerfallenes Gebäude, möglicherweise früher mal ein Kloster oder ein Krankenhaus. Das Dach bereits eingestürzt, könnte es im Keller noch Räume geben, die Zuflucht bieten. In der Hoffnung hier ein passendes Versteck zu haben, begeben Sie sich hinein. Der Raum, den sie finden, ist modrig und nicht besonders komfortabel, sollte aber als Unterschlupf genügen, in dem man es vielleicht ein bis anderthalb Tage aushalten kann. Solange, wie nach Mirellas Erfahrung die Stadtwache für gewöhnlich ihre Razzien in der Unterstadt nach einem solchen Aufruhr durchführt. Alle haben nun dringendst eine Rast nötig. Wachen werden eingeteilt und man begibt sich zur Ruhe.

Kasak beschleicht während seiner Wacht ein unangenehmes Gefühl. In die Düsternis spähend, entdeckt er ein rotes Augenpaar, dass ihn anfunkelt. Einem ersten Impuls folgend, schleudert er seinen Dolch auf die Kreatur im Dunkel, doch keine Reaktion.

Falsch – denn jetzt sind es 12 Augen, die in der Dunkelheit aufblitzen. Er weckt die Anderen, die entsetzt sechs Dämonen um sich herum erblicken. Toma drängt Mirella in eine Ecke und stellt sich schützend vor sie. Vaelis wird gleich zu Beginn von einem Zauber getroffen und stürzt hilflos und gelähmt zu Boden. Entschlossen setzen sich die Übrigen zur Wehr und es gelingt ihnen drei Dämonen zu vernichten. Doch der Kampf fordert einen hohen Tribut. Toma und Lynn sind als letzte noch kampffähig, stehen den verbliebenen drei Dämonen gegenüber. Jetzt entscheidet sich Mirella einzugreifen. Sie erschafft einen Bannkreis um Lynn, Toma gesellt sich dazu und zwei weitere Dämonen lassen ihr Leben. Der letzte zieht es dann vor zu verschwinden. Als sich alle nach der Erstversorgung wieder auf den eigenen Beinen halten können, begibt man sich im Schutz der Nacht erneut auf die Suche. Denn nach dem gerade ausgefochtenen Kampf, ist auch dieser Ort nicht länger sicher.

Schweigend eilt man durch die nächtliche Unterstadt. Kasak hat die Führung übernommen, gefolgt von Björn und Lynn. In der Mitte Mirella und Begleiter. Die Nachhut bilden Ingimarr und Vaelis.

Als Kasack das Gefühl bekommt, dass sie beobachtet werden, späht er besonders aufmerksam in alle Ecken und Seitengassen. In einer Seitengasse linker Hand entdeckt er schließlich eine dunkle Gestalt mit Maske - in einiger Entfernung. Diese Person macht gerade ihre Armbrust schussbereit. Eine kurze Mitteilung an die Nachfolgenden, da ertönt ein Pfiff, der Mirella und ihre Begleiter erblassen lässt. Augenblicklich schirmt die Leibwache Mirella ab. Kasak stürmt in die Gasse auf den maskierten Mann zu und greift ihn an. Björn folgt ihm nach. Lynn positioniert sich an der Ecke zur Gasse. Kasak schafft es, den Mann niederzustrecken, wird aber erst jetzt einer zweiten, dahinterstehenden Person gewahr. Diese legt ebenfalls ihre Armbrust an. Hinter Björn öffnet sich, von ihm unbemerkt, eine Tür und ihm wird aus dem Hinterhalt ein Pfeil in den Rücken geschossen. Glücklicherweise prallt der Pfeil ohne nennenswerte Wirkung an Björns Rüstung ab, hinterlässt lediglich eine Schramme. Lynn nimmt den zweiten Armbrustschützen vor Kasak ins Visier, lässt den Pfeil von der Sehne schnellen. Für den Bruchteil einer Sekunde erhellt ein Blitz die Gasse und vom Angreifer ist nur noch ein wenig Asche übrig.

Auf einem Dach in der Seitengasse taucht ein weiterer Armbrustschütze auf, legt auf Kasak oder Björn an. Ingimarr erkennt die Gefahr und wirkt den Strahl der Übelkeit auf den Dachschützen. Diesem wird augenblicklich derartig koddrig, dass er nur noch den „Wasser“speier gibt. Seine fast epileptischen Bewegungen erschweren es allerdings Lynn ihn vom Dach zu schießen.

Björn knüpft sich den Attentäter vor, der ihn hinterrücks ermorden wollte und hämmert ihm Anstand ein. Währenddessen tauchen hinter Vaelis und Ingimarr zwei weitere Vermummte auf - mit Degen bewaffnet. Vaelis setzt einen außer Gefecht und Ingi verängstigt den zweiten derart, dass ihn ein „Buh“ von Ingimarr in die Flucht schlägt.

Nach der Devise „keine Zeugen“ versuchen Björn und Kasak noch den Flüchtenden auszuschalten, aber die Distanz ist schon zu groß. So verschwindet er hinter einer Straßenbiegung außer Sicht. Lynn setzt ihm nach, bis zur Biegung, stoppt dort abrupt, als sie sieht, wie der Flüchtige auf eine Gruppe von sechs Kumpeln zuhält. Doch ohne anzuhalten, hetzt er durch die Gruppe durch. Dieses Verhalten und sein Anblick irritieren die Anderen. Sie zögern kurz, geben dann aber ebenfalls Fersengeld. Lynn sieht hier keine Möglichkeit mehr und trabt zu ihren Freunden zurück.

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