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Varnhafen: Schlaflos in Varnhafen

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Im Hafen erscheint ein Vertreter der Sterngilde und begleitet die Gruppe in die Oberstadt, wo sie in der Karawanserei der Gilde unterkommen. Sie nutzen die örtlichen Möglichkeiten, um sich wieder in einen ansehbaren Zustand zu versetzen, in der Gaststube zu stärken. Danach begeben sie sich umgehend zu ihren Zimmern, wollen den versäumten Schlaf nachholen - auch wenn es inzwischen helllichter Tag ist.

Doch die Zimmer sind merkwürdig hell, an Schlaf ist nicht zu denken. Lynn schnappt ihre Sachen und geht zu Björn und Ingimarr rüber. Fragt, ob sie auch dieses Problem haben. Kaum eingetreten, verschwindet die Zimmertür. Auch das Fenster des Raums ist nicht mehr existent. Ingimarr führt ein Ritual durch, um die Wand zu untersuchen. Björn klopft die Wand mit seinem Hammer ab – und nein, er schlägt kein Loch rein.

Wo sich eine Türe schließt, öffnet sich eine andere. Die neu erschienene Tür ist unverschlossen, dahinter ein Gang, sowie ein weiteres Zimmer, im Dunkeln liegend. Zu dritt gehen sie rüber. Die Sache wird zunehmend mysteriöser, denn jetzt befinden sie sich in einer Wohnstube, die Einrichtung leicht angekokelt, kein Dach, freier Blick zum Sternenhimmel. Ja, hier ist es Nacht und somit ist das die Gelegenheit für eine Runde Schlaf. Die Wachen werden zugeteilt und sie begeben sich zur Ruhe: Björn legt sich unter den Tisch – könnte ja regnen, Ingimarr schnappt sich einfach einen Stuhl. Lynn hat die erste Wache, lehnt sich gegen eine Wand, hat beide Türen, die in diesen Raum führen, im Auge. Sie streckt sich, ein Lidschlag - erschreckt reißt sie die Augen auf und blinzelt in die Helligkeit. Verflixt – eingepennt. Oder?

Lynn schaut sich um. Alle befinden sich noch dort, wo sie sich niedergelassen haben, doch der Raum hat sich gewandelt. Die Einrichtung befindet sich in einem unversehrten Zustand, das Dach ist intakt. Sie schaudert, als sie eine weiße Kutte an einem Haken bemerkt, die zuvor nicht da hing. Schon wieder. Rasch weckt sie Björn. Ingimarr schläft wie ein Toter. Erst ein lauter Brüller von Björn holt ihn aus seinen Träumen.

Gemeinsam betreten sie von der guten Stube aus, die Küche des Anwesens. Dort treffen sie auf zwei Jungen, etwa 8 und 10 Jahre, die in der Küche sitzen und einen verängstigten Eindruck machen. Die Kinder erzählen, dass sie wegen einer Mutprobe hier sind. Aber nachdem sie das Haus betreten hatten, sind die Ausgänge verschwunden sind. Da man selbst nach einem Ausgang sucht, bieten die Tywiner an, dass sich die Kinder anschließen, auch wenn man nichts versprechen kann.

Alle drei schrecken gleichzeitig aus dem Schlaf hoch. Die Jungs nicht mehr da, auf dem Küchentisch Brot und Schinken. Zeit für eine kurze Stärkung. Beim Essen sieht sich Lynn ein wenig in der Küche um. Entdeckt ein Knäuel aus Papieren. Nachdem sie die Blätter glattgestrichen hat, betrachtet sie die Symbole darauf, die ihr jedoch nichts sagen. Lynn reicht die Papiere weiter an Ingimarr. Den erinnern die Zeichen an astrologische Symbole, die er mal zu Gesicht bekommen hat. Über deren Bedeutung kann er nichts sagen. Die Papiere werden eingesteckt.

Zurück geht’s in die Wohnstube, dann durch die andere Tür. Dahinter ein Flur mit einer Treppe, die nach oben führt. Am Ende der Treppe finden sie eine zweiflügelige Tür. Darüber sind Symbole eingraviert, die denen auf den Papieren gleichen. Die drei betreten den unverschlossenen Raum und blicken auf einen Opfertisch, umgeben von einem Ritualkreis. Auch beim Ritualkreis findet sich die Darstellung der astrologischen Symbole wieder. An der rückwärtigen Wand ist eine niedrige Tür, eher schon eine Luke, eingelassen. In einer Ecke des Raums finden sie blutige Kleidungsstücke. Die Bekleidung der beiden Jungs. Weiter gibt es in dem Raum nichts zu sehen. Nichts zu sehen, aber zu riechen. Mit seinem Divine Sense nimmt Björn sehr deutlich einen schwefeligen Gestank wahr.

Björn hält Abstand zum Ritualkreis, den Ingimarr genauer untersucht, geht rüber zur Luke, öffnet diese. Dahinter ein Gang, leicht abschüssig. Weiter hinten scheint er abzuknicken. Lynn und Björn bilden eine Seilschaft, Ingimarr – noch beschäftigt - möchte es lieber alleine versuchen. Björn kriecht voraus, Lynn sorgt für Beleuchtung. Weiter hinten führt der Gang wendelförmig nach unten. Nun auch mit deutlich mehr Gefälle. Ziemlich viel Gefälle. Björn kommt ins Rutschen. Ein scharfer Ruck, dann hält ihn das Seil. Lynn keucht erschrocken auf, als sich das Seil ruckartig spannt. Sie kann sich geradeso noch halten, aber Björn alleine hochziehen, wird nichts werden. Klackernde Trippelgeräusche von unten. Björn will nicht am Seil baumelnd abwarten, was da auf ihn zukommt. Lynn schnappt sich eines ihrer Messer und kappt das Seil. Unter reichlich Getöse scheppert Björn im Dunkeln den Gang runter, flutscht in einen Raum, dreht sich dabei intuitiv so, dass er den Aufprall an der gegenüberliegenden Wand mit den Beinen abfedern kann. Lynns Licht dringt nicht bis hierher, er tastet sich an der Wand lang, das Klackern scheint ihm zu folgen.

Lynn versucht vorsichtig Björn im Gang zu folgen, doch sie verliert den Halt und rutscht auf ihrem Hinterteil nach unten. Durch ihr Licht erkennt Lynn eine große Menge ekliger Käfer im röhrenartigen Gang. Unten sieht Björn den Ausgang immer heller werden, macht einen Schritt zur Seite. Dann schießt Lynn hervor, schlägt wild um sich, beschäftigt damit, so viele Käfer wie möglich, von ihrer Kleidung zu fegen.

Ingimarr ist inzwischen auch soweit und klettert sehr, sehr langsam und bedächtig den beiden hinterher. Als er die Stelle erreicht, wo die Käfer lauern, gibt er ein leichtes Ziel ab, so langsam wie er unterwegs ist. Die Käfer greifen an, ihre Bisse sind ganz schön schmerzhaft. Ingimarr vertraut jetzt auf die Schwerkraft, lässt los, schießt mit lautem “Yabba Dabba Doooooo!“ durch den röhrenartigen Gang. Fliegt durch den Raum bis er von der gegenüberliegenden Wand gestoppt wird.

Dichtauf folgt ihm ein riesiger Käferschwarm, macht sich zum Angriff bereit. Die Kerfe stürzen sich auf Björn, der sich mit seinem Hammer zur Wehr setzt. Ingimarr rückt den Insekten mit seinem Zauber Totenläuten zu Leibe und Lynn schießt Eis-Pfeile auf den Schwarm ab. Inzwischen haben sich immer mehr Käfer an Björn festgebissen. Geschwächt von den vergangenen Ereignissen verliert Björn unter dem Ansturm das Bewusstsein. Mit Totenläuten gelingt es Ingimarr schließlich, dem restlichen Schwarm den Garaus zu machen. Lynn heilt Björn zumindest soweit, dass er auf eigenen Beinen von hier verschwinden kann. Kurzer Rundumblick, weiter hinten eine Tür und nichts wie raus.

Sie finden sich auf einem Innenhof wieder. Möglicherweise der Hof eines Schreiners oder Zimmermanns. Verschiedene Sorten Holz sind hier gelagert. Eine hohe Mauer umgibt den Innenhof, sehr hoch und glatt verfugt. Wieder gibt eine Tür, daneben ein Fenster. Ein Blick ins Innere verrät, dass die Tür in die altbekannte Küche führt. Da wollen sie nicht schon wieder hin. Also beratschlagen Björn und Lynn kurz. Er wirft sie zur Mauerkrone hoch, ihre Hände packen zu. Doch anstatt sich wie geplant hochzuziehen, lässt sie sich mit einem unterdrückten Schmerzensschrei zurück in den Hof fallen, wo Björn sie auffangen muss. Ein paar Stoffstreifen werden zerrissen, die Schnittwunden an den Händen schnell gesäubert und verbunden, während Lynn leise die Person verflucht, die die verf.lixten Glasscherben in die Mauerkrone eingearbeitet hat.

Damit bleibt die Küche die einzige Möglichkeit. Hier ist alles unverändert, die Reste ihrer Mahlzeit noch auf dem Tisch. Wieder in die Wohnstube. Hier wartet eine unerfreuliche Begegnung: ein Wesen mit Ziegenfüßen und Schwanz stiert ihnen mit flammendem Blick entgegen. Ein Dämon, beschworen bei einer blutigen Zeremonie, wie sie sich jetzt zusammenreimen. Das wird mit Sicherheit kein diplomatisches Aufeinandertreffen. Das grauenvolle Brüllen des Dämons verängstigt Lynn und Ingimarr derart, dass sie kaum noch in der Lage sind zu handeln, geschweige denn, anzugreifen. Mittels Seelenbrand kann der Dämon Björn niederstrecken. Ingimarr reißt sich zusammen und heilt Björn in beeindruckender Weise fast vollständig, büßt dabei aber den Großteil seiner eigenen Lebenskraft ein. Björn greift den Dämon erneut an, der wirft den Angriff zurück und abermals wird Björn hart getroffen. Ingimarr kann seine Angst überwinden. Verzweifelt kämpfen er und Björn gemeinsam gegen den Dämon an. Fast am Ende seiner Kräfte versetzt Björn dem Dämon einen letzten Hammerschlag. Tödlich getroffen geht der Dämon in Flammen auf. Das Feuer greift auf die Wohnstube über. Ingimarr, Björn und Lynn erwachen in ihren Zimmern. Sie fühlen sich zerschlagen, derart geplagt von grausigen Albträumen, wie sie sich beim Essen im Gastraum erzählen. Verwundert stellen sie fest, dass sie alle den gleichen Traum geträumt haben. Sie kommen mit der Schankmagd ins Gespräch. Von ihr erfahren sie, dass seit ein paar Tagen zwei Jungen aus dem Viertel vermisst werden. Ebenso unheimlich ist der Bericht der Magd über einen Brand im Handwerkerviertel. Passanten berichteten über einen Streit im Anwesen eines Zimmermanns. Dieser, so die Mutmaßungen der Leute, hat mal wieder einen über den Durst getrunken und dann im Streit seine Familie getötet, sowie sein Haus angezündet.

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