Die Gruppe aus Tywin folgt einer Einladung von Lyssa und Armin in den Tempel der Heiler. Die Eltern von Teren möchten sich für die Rettung ihres Sohns persönlich bedanken. Der Tempel ist eine Oase der Entspannung mit sanft schimmerndem, goldenem Licht, der Duft von Kräutern liegt in der Luft. In einem Innenhof entspringt eine heilkräftige Quelle aus einem Stein, speist einen kleinen Teich. Björn spürt göttliche Magie ringsherum.
Im Krankenzimmer liegt Teren dick bandagiert auf seiner Liege. An seinem Bett seine Eltern, die ihren tiefempfunden Dank wort- und gestenreich zum Ausdruck bringen. Während einer Visite bekommt die Gruppe ein Gespräch zwischen zwei Novizen der Heilergilde mit: zwei Patienten sind nicht zu ihren Terminen erschienen. Und es scheint nicht der erste Vorfall dieser Art zu sein. Ein Blick zu Lyssa und Armin verrät, dass die beiden von der Situation zu wissen scheinen, aber auf Nachfrage wird nur ausweichend geantwortet. Dann lenkt Armin ein, bietet ihnen ein vertrauliches Gespräch am nächsten Tag in seinem Büro an.
Der Tag ist noch jung, als sie den Tempel verlassen. Was kann man jetzt noch unternehmen? Noch ist es zu früh, um wieder in die Karawanserei zurückzukehren. Björn möchte sich schon länger musikalisch weiterbilden. Ein Buch „Laute spielen für Anfänger“ wäre nett. So begibt man sich auf Empfehlung zur alten Bibliothek. Das, was sie vorfinden, entspricht jedoch nicht ganz den Erwartungen. Dumpf dröhnen die Bässe aus dem Gebäude. Drinnen rocken gerade drei Barden auf einer Bühne, davor viel feierwütiges Volk. Ebenso auf den umlaufenden Galerien. Bücher finden sich hier allenfalls noch zur Deko. Nachdem die Trubardixe ihren Gig beendet haben, betreten Taiko-Zwerge die Bühne und bringen mit ihrer Darbietung den Saal zum Vibrieren. Die Barden gehen derweil mit einem Sammeltopf herum. Björn spendiert ein Goldstück, ein wenig Small Talk und er bekommt die Empfehlung sich hier nach Bernd, dem Bäcker, umzusehen – dem besten Lehrer überhaupt.
Bernd, der Bäcker, allseits beliebt wegen seiner außergewöhnlich guten Brownies, residiert auf der obersten Galerie, umgeben von Bodyguards und reichlich weiblicher Gesellschaft. Sein Geld mag er zwar mit weißen, pudrigen Substanzen machen, Mehl und Puderzucker scheinen dabei aber eher eine Nebenrolle zu spielen. Ist er auch der Mäzene von der einen oder anderen Band – Björn blitzt bei ihm mit seiner Anfrage ab.
Also holt sich Björn an der Buchausgabe/am Tresen ein Bier und gesellt sich zu Runa. Die beiden veranstalten ein Wetttrinken, Runa gewinnt. Am nächsten Morgen erwachen beide in ihren Betten mit schwerem Schädel, – keine Ahnung, wie sie dort hingekommen sind - um einige Goldstücke ärmer, dafür reicher an Erfahrung, an die sie sich nur leider nicht mehr erinnern können. Neben Björn im Bett ein Buch „Wie lerne ich Laute spielen ohne Laute?“.
Wie vereinbart sucht die Gruppe aus Tywin als nächstes Armin in seinem Büro im Verwaltungsgebäude auf. Von außen unscheinbar und anonym, ist das Büro innen überraschend massiv gesichert. Durch Armin erfahren sie, dass es in Varnhafen ein ernsthaftes Problem mit vermissten Personen gibt. Vor allem Patienten, die allein zu einem Termin im Tempel der Heilergilde unterwegs sind, verschwinden immer wieder spurlos. Die Vorfälle ereignen sich seit mindestens einem Jahr, mehr als 100 Fälle inzwischen und über Zahlen in der Klippenstadt kann man nur spekulieren. Armins besondere Aufmerksamkeit gilt einem Areal zwischen zentralem Viertel und dem Handwerkerviertel, insbesondere einem Straßenzug dort. Allerdings sind seine Untersuchungen ins Stocken geraten, da seine Ermittler ebenfalls verschwinden oder im Dienst versterben. Eine Verbindung zu den Kultisten, über die man in Varnhafen ständig stolpert, drängt sich den Tywinern auf. Es wird beschlossen, der Sache nachzugehen und sich vor Ort umzusehen.
Die betroffene Straße führt von einem großen Platz aus in Richtung Handwerkerviertel. Auf dem Platz erregt eine Bühne die Aufmerksamkeit der Gruppe, davor Podiumsplätze, auf denen sich gerade der Gildenrat versammelt. Es strömen auch mehr und mehr Menschen auf den Platz. Die Gruppe bleibt, um zu beobachten, was hier vor sich geht. Es zeigt sich, dass hier die Leibesstrafen verurteilter Straftäter öffentlich vollzogen werden. Nach den Urteilsvollstreckungen gehen die Leute wieder ihrem gewohnten Tagwerk nach. Die Freunde beobachten die Menge und insbesondere die Einmündung der verdächtigen Straße. Menschen, die dort allein unterwegs sind, machen zwar einen nervösen Eindruck, aber nichts Verdächtiges kann ausgemacht werden. Auf einmal entdecken sie den Wanderer aus der Stadt der Götter in der Menge auf dem Platz. Doch einen Lidschlag später ist er auch wieder in der Menge verschwunden.
Kurz darauf erspähen sie den Anführer der Kultisten, der aus einem Fenster im ersten Stock eines Gebäudes am Richtplatz schaut. Sie gehen hinüber, Lynn schließt die Tür mittels Mage Hand auf, Björn geht voran. Im Hausflur steht er einer jungen Frau, die ihren Säugling stillt, gegenüber. Er fragt, ob das die Sterngasse ist. Große Augen starren ihn an, keine Antwort. Er will die Tür schon schließen, fragt dann aber noch schnell nach, ob sie den Kultistenführer gesehen habe. Keine Reaktion. Björn verlässt das Haus, schließt die Tür. Nur um die Haustür gleich darauf erneut zu öffnen, und der jungen Frau zu empfehlen, dass sie besser die Tür abschließen sollte.
Draußen bleibt die Gruppe weiterhin auf Beobachtungsposten. Zunächst tut sich nicht viel – abgesehen von einem Straßenjungen, der anscheinend Bernd um ein Brot erleichtert hat. Dann betritt ein Trupp der Stadtwache den Platz und befragt die Gruppe, warum sie vor dem Haus rumlungern und junge Mütter belästigen. Es wird nicht lange gefackelt und sie werden abgeführt. Die Gruppe erreicht einen großen, begrünten Platz, in dessen Zentrum steht ein breiter weißer Turm. Ihre Eskorte überstellt sie. Die Tywiner müssen alle Waffen abgeben, werden in eine schmale, kreisrunden Arrestzelle geschoben, hinter ihnen fällt Tür ins Schloss. Ein Fluchtplan wird kurz diskutiert, doch sie entscheiden sich dafür, erst einmal abzuwarten. In der Nacht öffnet sich die Tür und vor ihnen steht Armin in Begleitung eines Manns in schwarzer Robe. Beide reden kurz miteinander. Der geheimnisvolle Fremde genehmigt die sofortige Freilassung.
Armin führt sie nach draußen, wo eine Kutsche samt ihrer Waffen und Ausrüstung bereit steht. Armin erkundigt sich, warum in aller Welt die Gruppe bei der Nichte des Wachmanns eingebrochen ist. Auf der Fahrt zur Karawanserei erklärt man kurz das Missverständnis. Wenigstens die zweite Hälfte der Nacht verläuft ruhig.
Nächsten Tags beratschlagt man, wie es weitergehen soll. Runa bietet sich als Köder an. Armin sieht eine Möglichkeit, sie im Handwerkerviertel beim Hufschmied Udo unterzubringen. Dort soll sie einen Unfall vortäuschen und sich allein zum Tempel der Heiler begeben. Runa bekommt einen Sending Stone zur Kommunikation und Lynn’s Eule wird sie im Auge behalten. Man macht sich daran, den Plan in die Tat umzusetzen. Runa nimmt ihre Arbeit beim Schmied auf. Der Rest der Gruppe erwartet sie auf dem Richtplatz. Runa macht sich mit einem Verband auf zu den Heilern, die Eule folgt wie abgesprochen. Runa passiert gerade das Geschäft eines Kunstschmieds, als sie ein Vibrieren des Bodens unter ihren Füßen verspürt. Ehe sie sich versieht, befindet sie sich in einem dunklen Raum.
Die Eule hat Runa aus den Augen verloren, als diese unter den Baldachin des Ladens trat. Als Runa nicht mehr auf der anderen Seite hervorkommt, eilt der Rest der Gruppe alarmiert zu dem Laden. Sie sehen sich um. Der Boden unmittelbar vor dem Geschäft ist sandig, aber es sind keinerlei Spuren darauf auszumachen. Nicht ein einziger Fußabdruck. Geschäftstüchtig tritt der Händler aus seinem Laden, versucht seine Ware anzupreisen. Sie fragen nach Runa, der Händler verneint. Ingimarr entdeckt, dass der Händler ein Amulett mit einem Drachensymbol um den Hals trägt. Feinfühlig und höchst diplomatisch spricht er ihn direkt darauf an. Die unmissverständliche Reaktion des Kunstschmieds folgt prompt: Er greift Björn und Ingimarr an. Lynn zieht sich auf Schussdistanz zurück.
Dank ihrer Dunkelsicht kann sich Runa ein wenig in ihrem Kerker umsehen. In einer schmalen, gemauerten Rinne verläuft ein kleines Rinnsal quer durch den Raum. An einer der Wände sind eiserne Ringe in die Wand eingelassen. Sonst ist nichts weiter zu sehen. Weder eine Tür noch eine andere Möglichkeit hinauszugelangen.
Vier weitere Kultisten treten aus den umliegenden Gebäuden, attackieren Björn, Ingimarr und Lynn mit Streitäxten, während der Kunstschmied ihnen mit seiner Magie zusetzt. Björn und Lynn konzentrieren ihre Angriffe auf den Magier. Ein mächtiger Hieb von Björn – der Todesstoß für den Kunstschmied? Doch stattdessen stürzt ein Kultist in Björns Rücken tödlich getroffen zu Boden. Der Kultisten-Magier versetzt Inge und Lenin in Schlaf, entschwindet mit einem Misty Step aus Björns Reichweite. Björn kämpft trotz seiner zahlreichen Verwundungen erbittert weiter, bis ein magisches Geschoss ihn vom Leben zum Tode befördert. Ingimarr und Lynn erwachen in dem Moment, als der Kampf vorüber ist.
In ihrem fensterlosen Kerker bemerkt Runa, dass einer der Eisenringe ein wenig anders aussieht als der Rest. Sie untersucht ihn eingehend, rüttelt, dreht, worauf sich ein Durchlass in der vorher massiven Wand öffnet. Dahinter eine Treppe, über die sie in die Werkstatt des Kunstschmieds gelangt. Sie tritt von der Werkstatt auf die Straße hinaus und sieht wie Ingmar Björn mittels einer Schriftrolle zurückholt.