Zerstörte Gebäude, schwelende Trümmer, eine zerstörte Heilquelle. Ganze Straßenabschnitte gleichen Schutthalden. Der Kampf zwischen Elfen und Dämonen hat im Handwerkerviertel hohen Tribut gefordert.
Aufräumarbeiten werden organisiert und auch die Gruppe aus Tywin packt mit an. Zusammen mit etwa 15 anderen Helfern räumen sie in einem Häuserblock Schutt von der Straße, suchen in den zusammengestürzten Gebäuden nach Verschütteten. Die Helfer, eine bunt gemischte Truppe aus den unterschiedlichsten Gruppierungen - auch der ein oder andere Kultist mag hier untergeschlüpft sein. Doch jetzt arbeiten alle angesichts der Notlage Hand in Hand. Obwohl - eine gewisse Anspannung und Nervosität lässt sich nicht leugnen. Hier und da wird in den einzelnen Grüppchen miteinander getuschelt, verstohlene Blicke werden auf die anderen geworfen. Unterstützung erfahren die Helfer durch den Priester Berthold und seine Schülerin Carina, die sich um das seelische und leibliche Wohl kümmern.
Fünf Mann werden zu einem Trümmerhaufen geschickt, vormals eine Taverne, mit dem Auftrag einen Zugang zum Keller freizulegen. Man hofft auf Überlebende im Keller.
Die Stimmung dieses Trupps ist überraschend heiter, Gelächter erschallt aus dem Gang, den sie freiräumen. Doch unterlegt ist das Lachen mit einem fragwürdigen Singsang. - Unvermittelt ein qualvoller Schmerzensschrei, gepaart mit einem tierischen Brüllen. Schieres Entsetzen in den Gesichtern, stürzen vier der Helfer panisch aus dem Kellerzugang. Ein Tentakel peitscht ihnen hinterher, erwischt den langsamsten. Ragnar stürzt dazu, durchtrennt den Tentakel mit einem sauberen Schwerthieb. Der Stumpf zieht sich zuckend in den Keller zurück, nur damit kurz darauf etwas viel Größeres herausdrängt. An die 2 Meter, von humanoider Gestalt, doch die Arme in fünf bzw. nur noch vier Tentakeln endend. Stofffetzen bedecken den Leib. Die Haut tiefrot, feucht schimmernd, hinterlässt es eine Blutspur, als es auf Ragnar losgeht, ihn beißt und mit seinen Tentakeln auf ihn einschlägt.
Ragnar ignoriert seine Verletzungen, greift seinerseits den roten Dämon an. Ingimarr schwächt den Dämon mit seinem Zauber, Björn smytet. Der Dämon scheint angeschlagen, doch ihm kommt aus dem Kellerzugang eine weitere Monstrosität zu Hilfe: eine graue, fleischige Masse, gespickt mit gebrochenen Knochen, mittendrin ein Schädel. Der Fleischklops rollt heran und greift ebenfalls an. Die Schockwelle, die das Gebilde ausschickt, lässt Ingimarr zurücktaumeln und bringt Ragnar zu Fall. Ragnar reicht’s. Ihm wachsen Krallen und er schlägt seinen Fang tief in die Tentakeln des roten Dämons. Durch Ingimarr‘s Kalte Hand verliert die Fleischkugel einige ihrer Knochen. Die graue Masse setzt zum Sprung an. Lynn’s Pfeil trifft das Ding mitten in der Luft, Knochen fliegen in alle Richtungen auseinander, graues Fleisch verteilt sich in der Gegend. Währenddessen haben Ragnar und Björn es geschafft, den roten Dämon niederzuringen. Ragnar schlenkert stolz einen Tentakel quer im Fang.
Ingimarr und Ragnar werden zunächst von Björn verarztet, haben sie während des Kampfes doch ganz schön einstecken müssen. Hinter einer halb zerfallenen Mauer in der Nähe bekommen sie einen Tumult mit. Dorthin haben sich die vier Männer aus dem Keller geflüchtet. Jetzt gehen zwei von ihnen auf einen dritten los. Werfen ihm vor, dass er Udo getötet habe. Dieser verteidigt sich: „Es war doch keine Absicht! Ihr habt doch auch alle gelacht.“.
Hellhörig geworden, befragen Björn und Ragnar die vier Helfer. Es stellt sich heraus, dass diese im Keller ein Buch auf einem Podest gefunden haben. Der Beschuldigte hatte das Buch an sich genommen, zur Belustigung aller so getan, als ob er ein Kultist sei und daraus rezitiert. Ein harmloser Spaß – bis zu dem Moment, als er gestikulierend auf Udo zeigte. Dem Moment, als aus Spaß blutiger Ernst wurde, sich etwas in Udo’s Körper regte und aus ihm heraus explodierte. Worauf die Hobby-Kultisten ihr Heil in der Flucht suchten.
Ingmar ist fasziniert von dem Geschehen und möchte Genaueres zu dem gewirkten Zauber wissen. Doch die Feierabend-Kultisten können nichts dazu sagen. Einer vermutet, dass das okkulte Laienspiel versehentlich eine Beschwörung aus dem Buch ausgelöst hat, welche unglücklicherweise den armen Udo das Leben kostete.
Die Gruppe aus Tywin will daraufhin das ominöse Buch in Augenschein nehmen. Björn geht als Erster runter in den Keller, der Rest der Gruppe folgt. Björn gelangt in einen etwa 5 mal 5 Meter großen Raum. Auf einem Rednerpult das besagte Buch. Auf dem Boden davor eine Blutlache. Ingimarr und Vaelis betrachten den aufgeschlagenen Folianten. Sie bemerken die Magie, die ihm innewohnt, doch nur wenig dämonische Präsenz. Anscheinend eine billige Kopie. Ihrer Meinung nach imitieren die darin beschriebenen Rituale die dämonische Beschwörungen eines mächtigeren Zauberbuches, entsprechen aber nicht wirklich dem Original. Um weitere Beschwörungsunfälle durch unsachgemäßen Gebrauch zu verhindern, äschert Vaelis das Buch kurzerhand ein.
Durch eine getarnte Tür gelangen sie in ein weiteres Kellergewölbe. Treffen dort auf die Wirtsleute der Taverne sowie eine Familie, die hier während der Schlacht Zuflucht gesucht hatten. Sie begleiten die Leute nach draußen, bringen sie zur Versorgungsstation von Berthold.
Inzwischen ist es Mittagszeit und auch die anderen Hilfstrupps versammeln sich bei Berthold’s Essensausgabe. Carina hat Kürbissuppe gekocht. Ragnar brüstet sich vor ihr damit, wie er praktisch im Alleingang den Dämonen besiegt hat. Carina ist hingerissen. Derart angetan, dass sie ihrem Helden heimlich leckeres Gebäck zusteckt, welches Ragnar umgehend verzehrt. Alle anderen stärken sich mit Kürbissuppe – außer Björn. Der hat noch von seiner letzten Suppe genug. Er lehnt dankend ab, stimmt stattdessen lieber ein Ständchen zur Erbauung aller an. Er gibt sein Bestes.
Eine kleine Verschnaufpause, bevor es weitergeht. Doch die unterschwelligen Spannungen zwischen den verschiedenen Gruppierungen treten während der Rast wieder zu Tage, gerade vor dem Hintergrund von Udo’s Ableben. Getuschel, Gerüchte, Beschuldigungen, welche Gruppe in magische Praktiken verstrickt sei. Aber jede Pause ist mal zu Ende und die Aufräumarbeiten erledigen sich nicht von alleine.
Das weitere Schutt abtragen verläuft ereignislos. Nach einiger Zeit fühlt Lynn sich abgeschlagen. Ihre Muskeln krampfen. Vielleicht überanstrengt? Als Lynn dann noch Übelkeit überkommt, sie dazu ein merkwürdiges Zucken im Bauch verspürt, geht sie lieber mal zu Björn rüber. Mit seinem Devine Sense riecht er während seiner Untersuchung eine dämonische Präsenz bei Lynn. Vorsichtshalber untersucht er auch die anderen. Ragnar ist okay, aber Vaelis und Ingimarr haftet ebenfalls eine Spur des gleichen dämonischen Geruchs an, nur ungleich schwächer.
Bei Lynn nehmen die konvulsiven Zuckungen zu und sie begeben sich auf kürzestem Weg zu den Heilern. Nach einiger Zeit betritt ein erschöpft dreinblickender Priester das Wartezelt des Feldlazaretts, stellt sich als Mallum vor. Seine Robe blutbefleckt, von den vielen Verwundeten, die er bislang versorgt hat. Kurz lässt er sich die Symptome schildern, untersucht Lynn eingehender. Seine Diagnose: Dämonen-Infektion im Anfangsstadium.
Björn fragt mit leuchtenden Augen nach einem freien Zelt mit sterilen Bedingungen. Offensichtlich angetan von der Vorstellung, das Problem operativ zu lösen. Lynn, die ihm normalerweise bedenkenlos ihr Leben anvertrauen würde, überkommen hingegen leichte Bedenken angesichts von seinem Enthusiasmus. Vielleicht stehen ihr ein paar Tentakeln gar nicht mal so schlecht? Könnten durchaus von praktischem Nutzen sein. Doch Mallum hat noch einen anderen Therapie-Vorschlag: Lynn soll zusammen mit ihm beten.
Ein Gebet wird zumindest nicht schaden – anders als die weniger diskutablen Alternativen Y-Schnitt oder Tentakel-Debakel – Lynn stimmt zu. Nachdem sie einige Zeit im meditativen Gebet mit dem Priester verbracht hat, stellt sie zu ihrer Erleichterung fest, dass das Zucken aufgehört hat. Wenngleich noch geschwächt, hat ihr das Gebet mit Mallum anscheinend geholfen.
Doch wie hat Lynn sich infiziert? Im Gegensatz zu Ragnar und Björn müssen auch Vaelis und Ingimarr Kontakt zu dem Dämonen-Keim gehabt haben, obwohl sie nicht erkrankt sind. Sie lassen den bisherigen Tag Revue passieren. Der Verdacht kommt auf, dass die Kürbissuppe nicht in Ordnung war. Vaelis, die Carina zeitweise bei der Zubereitung unterstützt hat, kann sich an keine ungewöhnlichen Vorkommnisse bei der Zubereitung erinnern. Daher begibt sich die Gruppe zur Verpflegungsstation, um sich dort etwas umzusehen.
Bei ihrer Ankunft ist die Suppenküche verlassen. Berhold bereitet, unterstützt von Carina, eine Messe für die Helfer vor. An der Kochstelle bemerkt Björn, dass die Suppenreste dämonisch riechen. Ingimarr entdeckt bei den Abfällen einen kleinen Lederbeutel, daran haften Reste einer öligen, dunklen Flüssigkeit.
Sie gehen zur Messe, die Berthold von einer improvisierten Kanzel aus liest. Zur geistigen Erbauung und Inspiration der Helfer. Carina verteilt Obladen. Björn gesellt sich Weihrauch schwenkend dazu. In seiner Predigt spricht Berthold davon, dass in letzter Zeit schlimme Sachen geschehen und manche Leute auf Abwege geraten sind. Carina verzieht bei diesen Worten das Gesicht, doch Berthold spricht voller Zuversicht weiter, dass jeder auch wieder auf den rechten Pfad geführt werden kann.
Nach der Predigt verwickelt Björn Carina in ein Gespräch und hört von ihrer Vergangenheit. Sie ist ein Findelkind, welches von Berthold aufgezogen wurde. Auch Ragnar führt mit Carina eine Unterhaltung. Erfährt, dass nach Carinas Ansicht die hiesige Obrigkeit zu wenig gegen die Kultisten unternimmt, die nur Unheil über die Stadt bringen. Berthold glaubt an Einsicht und Umkehr. Die Kultisten hingegen besuchen zwar die Predigten von Berthold, aber insgeheim lachen sie ihn aus. Aufgrund dieser Einstellung steht Carina nun im Verdacht, unmittelbar in die Vorkommnisse verwickelt zu sein. Lynn behält sie den restlichen Tag genauer im Auge, während Carina ihre Arbeit verrichtet.
Ein kurzer Pfiff, ein Straßenkind, das in einer Hintergasse verschwindet. Kurz darauf folgt ihm Carina. Sie gibt dem Jungen ein paar Kupfermünzen, nimmt im Austausch einen Beutel in Empfang. Die Wege der beiden trennen sich wieder. Lynn schickt dem Kind die Eule hinterher. Die folgt dem Jungen bis zu einem größeren Gebäude, anscheinend ein Waisenhaus. Der Straßenjunge klettert einen Baum zu einem Fenster im ersten Stock hoch.
Abends begibt sich die Gruppe aus Tywin zum Weisenhaus. Ragnar und Lynn klettern hoch, betreten einen Schlafsaal. Lynn schleicht an den Betten der Jungs entlang, betrachtet die schlafenden Gesichter, erkennt den Gesuchten.
Sei es Instinkt oder sie waren doch nicht ganz so leise, der Junge erwacht in dem Moment, als Ragnar sich das Kind gerade greifen will. Er starrt die beiden erschrocken mit weit aufgerissenen Augen an, öffnet den Mund. Bevor er los schreit, legt Lynn ihm schnell die Hand auf den Mund. Lässt vor seinen Augen eine Silbermünze zwischen ihren Fingern tanzen, legt den Finger auf die Lippen.
Der Junge nickt, streckt die Hand aus und die Münze wechselt den Besitzer. Sie nehmen den Jungen mit nach draußen, wo er nach Carina gefragt wird. Der Junge berichtet, von der angehenden Priesterin angesprochen worden zu sein. Sie hat ihn gefragt, ob er ihr gegen Bezahlung Dämonenblut besorgen kann. Nach der letzten Schlacht kein großes Problem für den findigen Burschen – zwischen den Trümmern lässt sich allerhand finden.
Ragnar erkundigt sich noch nach einem Hehler für magische Waffen. Auch hier kann der Junge weiterhelfen - gegen Bezahlung versteht sich. Ihre Wege trennen sich. Der Junge kehrt zurück in sein Zimmer, die Gruppe macht sich auf den Weg, Armin einen Besuch abzustatten. Zu dieser vorgerückten Stunde finden sie einen übernächtigten Armin vor, der sich aber von der Dringlichkeit ihres Anliegens überzeugen lässt. Schnell wird berichtet, wie Udo geplatzt ist, Lynn sich einen Dämonen-Infekt eingehandelt hat und dass die Priesterschülerin weitere 15 Helfer möglicherweise mit Dämonenblut infiziert hat, den nächsten Anschlag bereits vorbereitet. Armin schickt daraufhin einen Verbindungsoffizier aus. Carina wird verhaftet, anschließend verhört. Sie bestreitet zunächst sämtliche Vorwürfe. Doch bei der Durchsuchung der Suppenküche wird der versteckte, zweite Beutel mit Dämonenblut gefunden. Angesichts von Zeugenaussagen und der Beweisstücke gesteht Carina. Ergeht sich in Schuldzuweisungen an die Stadt, die nichts gegen die Kultisten unternimmt, die den Tod ihrer Eltern verschuldet haben.
Armin veranlasst die Einrichtung einer Quarantänezone, die Betroffenen des Viertels werden zusammengeholt und erhalten eine Segnung durch Mallum. Dieser ist danach völlig erschöpft, aber ein Ausbruch der Dämonenseuche scheint in letzter Minute verhindert worden zu sein.